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[2009-12-27] Glück auf!
   
Das Jahr ist fast zu Ende, und es gilt, einen kleinen Rückblick auf meine "Highlights" der letzten Monate vorzunehmen.
Das letzte Halbjahr stand ganz im Zeichen schöner Mineralien. Und am meisten Spaß macht es natürlich, wenn man selbst auf die Suche nach steinernen Schätzen geht. Dazu gab es dank unseres Mineralienvereins und seiner rührigen Organisatoren Wolfgang und Erika gute Gelegenheiten (www.mineralienverein-rosenheim.de).
 
Im Juli fand im Steinbruch in Fischbach der beliebte Schneid- und Schleiftag statt. Es gab die Gelegenheit, mitgebrachte Steine zu schleifen und zu bearbeiten. Aber es wurde auch selbst im Steinbruch nach Mineralien gesucht, was sich in so einem großen Gelände nicht einfach gestaltet. An einer Stelle wurden wir jedoch fündig; dort gab es schöne helle Calcit-Kristalle. Auch die Geselligkeit kam nicht zu kurz, und beim  Grillen fand der Nachmittag seinen gemütlichen Ausklang.
    
Mit den Inntaler Mineralienfreunden (Danke an Armin!) ging es im September auf Exkursion nach Gräfenberg in der Fränkischen Schweiz. Dort suchten wir in einem Steinbruch nach Versteinerungen. Dabei ist der Begriff "suchen" hier nicht ganz passend. Der Steinbruch war voll mit Ammoniten und anderen Fossilien; man mußte sich nur noch danach bücken und sie aufheben. Die Taschen voll bepackt, machten wir noch eine kleine Rundfahrt durch die Fränkische Schweiz. So ein Tag an der frischen Luft macht bekanntlich hungrig, und so steuerten wir schließlich den St. Georgen Bräu in Buttenheim an (www.kellerbier.de). Mit deftiger fränkischer Kost und süffigem Bier gestärkt, traten wir abends die Heimfahrt an.
    
Höhepunkt des Vereinsjahres war im Oktober die Fahrt nach Freiberg in Sachsen. Los ging es mit einem zünftigen Tscherper-Essen in der Silbererzgrube "Hülfe des Herrn" im Stolln des Altbergbaus am Erzberge zu Biensdorf (www.bergbau-im-zschopautal.de). Die Führung durch den Stolln und das kleine Museum auf dem Bergwerksgelände boten einen guten Einblick in die Arbeit unter Tage.
    
Am nächsten Tag nahm uns Herr Richter von der Erzgebirgischen Bergbauagentur "Bergkgeschrey" in Zöblitz in Empfang (www.bergbau-agentur.de). Wir bekamen von ihm eine anschauliche Einführung in die Mineralogie und Geologie des Erzgebirges. Um der Theorie auch Praxis folgen zu lassen, ging es von der Bergbauagentur hinaus in den Serpentinsteinbruch Zöblitz. Von Wind umweht, aber bei strahlendem Sonnenschein, fanden wir schönen Serpentin mit Pyrop. Aber Herr Richter hatte noch mehr Fundstätten für uns parat: unter seiner fachkundigen Führung besuchten wir die Eisenerzgrube Wilhelmine bei Pobershau (Quarz, Hämatitzähne), Wiesenbad-Seidelgrund (Amethyst, Jaspis) und die Silbererzgrube Vater Abraham in Lauta (Fluorit, Baryit). Glücklich schleppten wir unsere Funde zum schönen Starbulls-Bus, der ob der hinzugekommenen Last doch etwas ächzte.
    
Der letzte Tag führte uns in die Mineraliensammlung "terra mineralia" in Freiberg (www.terra-mineralia.de). In einem früheren Renaissanceschloss bietet diese Ausstellung eine mineralogische Reise um die Welt. Ca. 5000 Exponate der Pohl-Ströher Mineralienstiftung lassen die Besucher aus dem Staunen nicht mehr herauskommen. Ein Muss für jeden Mineralienfreund!
    
Wenig später fanden die Mineralientage München statt (www.mineralientage.de). Es boten nicht nur Händler aus der ganzen Welt faszinierende Steine an, auch einige Sonderschauen lockten Steinebegeisterte an. Mir hatten es besonders die Riesenkristalle aus der Schweiz angetan. 2008 entdeckten Franz von Arx und Elio Müller in einer Kluft am Planggenstock riesige glasklare Bergkristalle. Nicht nur diese Entdeckung, sondern auch die Bergung der über 350 kg schweren Stufen aus 2400 Metern Höhe grenzt an ein Wunder.
     
Das Mineralienjahr wurde von unserer Vereins-Börse im Rosenheimer Lokschuppen beendet (Danke an Börsenleiter Theo!). Die Sammlervitrinen, die diesmal besonders schön gestaltet waren, gaben Einblick in die faszinierende Welt der Mineralien. Herr Richter und seine Frau traten sogar die weite Reise aus dem Erzgebirge an und boten, in bergmännischer Tracht, Mineralien ihrer Heimat an. Für große und kleine Besucher fanden sich Steine in sämtlichen Preislagen. An meinem Stand tummelten sich gerne Kinder, die von den kleinen bunten Trommelsteinen ganz begeistert waren. So wächst die nächste Generation von Mineralienfreunden heran.
    
Vorschau: am Sonntag 11. April 2010 findet wieder die Mineralienbörse in Kirchbichl/Tirol im Restaurant "Strandbad" statt. Ein beliebter Treff, nicht nur für Freunde alpiner Mineralien!

             

        

        

         
[2009-06-29] Steineklopfen im Raurisertal

Frühmorgens ging es los mit dem Mineralienverein auf Exkursion ins Rauris. Der Wetterbericht ließ nichts Gutes ahnen, und dann fuhren wir auch noch in das regenreichste Tal der Hohen Tauern. Aber unser Vorstand Wolfgang Hergert und Erika Mitterhuber ließen uns nicht den ganzen Tag im Regen stehen. Sie hatten für uns einen Besuch bei Ludwig Rasser, Wetterwart auf dem Hohen Sonnblick und Mineraliensucher und -sammler, arrangiert. Wir kamen aus dem Staunen nicht mehr heraus, als wir Herrn Rassers Schätze zu Gesicht bekamen: Bergkristalle von einer seltenen Schönheit und ein riesiger rosa Fluorit, alles selbst in der Region gefunden. Zur Stärkung unserer Nerven bekamen wir netterweise von Herrn Rasser ein Schnapserl kredenzt (www.rasser-mineralien.at).


Sehenswert ist auch der Ort Rauris mit seinen historischen Gebäuden und der alten Pfarrkirche, dem "Pinzgauer Dom". Neben der Kirche befindet sich die gotische Michaelskapelle, die eine Lourdes-Grotte aus Rauriser Bergkristallen beherbergt (www.rauris.net).


Weiter gings das Tal hinauf zum Steinbruch des Rauriser Natursteinzentrums (www.rauriser.at). In Regenbekleidung dick eingepackt klopften wir mit Fäustel und Meißel auf großen Quarzbrocken herum. Manch schöner Fund wurde dabei gemacht, die meisten davon im Micromountbereich; aber auch ein 6 cm langer Bergkristall war dabei. Ich konnte meine Taschen mit kleinen Bergkristallen, Schörl und Hämatit füllen.


Der Ausflug fand einen gemütlichen Ausklang im Alpengasthof Bodenhaus, gleich neben dem Goldwaschplatz (www.sbg.at/raika.niedernsill/bodenhaus/).
Vielen Dank an Wolfgang und Erika für die hervorragende Organisation! (www.mineralienverein-rosenheim.de)

             

      
         
[2009-06-26] Bergmanndl und Höhlengeister

Anfang Juni fand wieder die beliebte Sanjeevini-Tagung in Maria Alm bei Saalfelden statt. Die Veranstaltung war gewohnt liebevoll und professionell organisiert von Familie Fuchs und den Mitarbeitern des Sanjeevini-Zentrums. Es gab viele lehrreiche Vorträge, wobei mir besonders das Aufschwingen von Salben und Balsamen mit den Sanjeevini gefallen hat (www.saisanjeevini.com).
Die Zeit um die Tagung nutzte ich, um die Gegend zu erkunden. Der Hinweg führte mich über Leogang, wo ich das Bergbau-Museum und Schaubergwerk in Hütten besuchte. Bereits vor 3500 Jahren wurde im dortigen Schwarzleotal Bergbau betrieben. Die im Museum ausgestellten Stücke zeugen vom großen Mineralienreichtum der Region. Besonders wunderschöne Aragonite und Cölestine erfreuen den Besucher (www.museum-leogang.at).
Auch das Pinzgauer Heimatmuseum im Schloß Ritzen in Saalfelden verfügt über eine stattliche Mineraliensammlung und lohnt einen Besuch (www.museum-saalfelden.at).
Beeindruckend ist natürlich auch die Bergwelt um Maria Alm. Im Rücken das Steinerne Meer, über das einmal im Jahr eine Wallfahrt zum Königssee führt und vor sich der Blick zum Großglockner, Bruder/Schwester des Kailash - grandios!
Die Heimfahrt ging über Lofer, verbunden mit zwei Klammwanderungen und einer Höhlenbesichtigung. Die Seisenbergklamm bei Weißbach ist zweifellos eine der schönsten Klammen in Österreich. Das Wasser rauscht in Kaskaden herab und formte in Jahrtausenden tiefe Auswaschungen. Aber auch die Vorderkaserklamm, die mit einem Orchideenweg verbunden ist, zeigt auf eindrucksvolle Weise die Naturgewalt des Wasser.
Unheimlich wurde es dann in der Lamprechtshöhle. Vom Talgrund aus kann man ca. 600 m in die Höhle hineingehen. Die Länge des gesamten Höhlensystems beträgt ca. 51 km bei einer Höhendifferenz von 1600 m! Damit gehört sie zu einer der größten und tiefsten Höhlen der Welt. Der Sage nach lebte hoch über dem Höhleneingang einst Ritter Lamprecht. Er hatte zwei Töchter, wobei die eine die andere um ihr Erbe betrog und diesen Schatz in die Höhle verbrachte. Weder den Schatz noch das Ritterfräulein sah man jemals wieder. Diese Geschichte zog in früheren Jahrhunderten viele Schatzsucher an, die ihre Gier meist mit dem Leben bezahlen mußten. So fand man bei der ersten Erforschung der Höhle im 19. Jahrhundert 198 Gerippe. Da ist es nicht verwunderlich, dass auf einigen der Fotos, die ich vom Inneren der Höhle machte, "Höhlengeister" zu sehen sind. Mit bloßem Auge war davon nichts zu sehen, und es war auch kein Nebel oder Dunst in der Höhle. Erst auf den Fotoabzügen machten sie sich bemerkbar (www.salzburger-saalachtal.com). 

          

      
      
[2009-06-02] Ausflugs-Tipps

Wer einen Ausflug ins Grüne mit spiritueller Erbauung verbinden möchte, dem seien diese beiden Plätze ans Herz gelegt:

Abendmahlquelle bei Aschau: Von Aschau aus fährt man Richtung Bernau. In Bucha rechts reinfahren und bei dem Stadl auf der rechten Seite parken. Von dort geht ein Weg mit Kreuzwegstationen durch den Wald den Haindorfer Berg hinauf. Nach ca. einer halben Stunde erreicht man die Abendmahlquelle. Das Wasser der Quelle kommt aus dem Kampenwandmassiv und hilft bei Augenerkrankungen und Entzündungen. Neben der Quelle befindet sich die Wallfahrtskapelle "Zum hl. Abendmahl". Viele Votivtafeln in der Kapelle zeugen von der Heilwirkung der Quelle. Neben dem Altarbild mit dem letzten Abendmahl als Motiv und einigen schönen Heiligenfiguren, erfreut besonders die Lourdesgrotte in der Kirche den Besucher.

Ein Ort, der zum kontemplativen Verweilen einlädt und man seine Seele mit frischer Energie aufladen kann.

Marienheilgarten Großgmain: Gleich hinter der der bayerisch-salzburgischen Grenze zwischen Untersberg und Lattengebirge bei Bad Reichenhall liegt der Ort Großgmain. Bereits 1144 wurde dort eine Marienkirche urkundlich erwähnt. Seit dem Mittelalter ist Großgmain Marienwallfahrtskirche und damit die älteste durchgehende Wallfahrt des Salzburger Landes. Die Kirche steht auf einem Kraftplatz, auf dem besonders die weibliche Energie erfahrbar ist, wodurch sich die große Marienverehrung entwickelt hat. Gleich hinter der wunderschön ausgestalteten Barockkirche ließ Pfarrer Herbert Josef Schmatzberger den Marienheilgarten anlegen. Inmitten eines Kreises aus Heilkräutern, die den Sternzeichen zugeordnet sind, steht eine Sophia-Maria-Statue, auf deren Rückseite heilendes Wasser in einen Trog fließt. Gegenüber der Madonna steht in einem Kreis aus 14 Steinen ein Menhir aus Untersberggestein und bildet ein starkes Kraftfeld. Von dort sind es nur wenige Schritte zum Padre-Pio-Hain, wo unter Bäumen eine lebensgroße Figur des Heiligen Padre Pio steht. Der Marienheilgarten ist ein Platz, um in seine Mitte zurückzukommen und Heilung zu finden.

www.marienheilzentrum.org
www.pater-pio.de

           

   
         
[2009-03-27] Im Edelstein-Paradies Idar-Oberstein ...

Anfang März war ich mal wieder in NRW unterwegs. Ich besuchte liebe Freunde aus meiner Zeit im "Ruhrpott" und hielt auch ein paar Reiki-Seminare. Bestens untergebracht und versorgt war ich wieder bei Gottfried und Petra Eckert in Duisburg (www.enerdao.de) und bei meiner Cousine Gaby in Köln (www.naturheilpraxis-life.de). Vielen herzlichen Dank!
Meine Rückfahrt nutzte ich für einen Abstecher nach Idar-Oberstein, dem Paradies für Mineralienliebhaber wie mich. Eine Unzahl von Geschäften, Händlern und Edelstein-Schleifereien locken dort mit schönsten Steinen aus der ganzen Welt. Sehenswert ist auch das Museum unterhalb der Felsenkirche, das u.a. riesige Bergkristalle und Amethyste zeigt (www.museum-idar-oberstein.de). In der "Historischen Weiherschleife", einer wasserradgetriebenen Schleifmühle, sieht man, wie mühsam früher die Achate im Liegen bearbeitet worden sind. Wer wissen möchte, wo die Mineralien denn herkommen, dem sei ein Besuch der Edelsteinmine Steinkaulenberg empfohlen. Dort kann man auch selbst nach Steinen suchen (www.edelsteinminen-idar-oberstein.de). Sehr schön ist auch der Edelsteingarten in Kempfeld, wo über 100 Rohsteine ausgestellt sind (www.kempfeld.de).
Der Ursprung des "Steinreichtums" der Gegend um Idar-Oberstein liegt in den Vulkanen der Eifel. Lavaströme der Eifel-Vulkane ergossen sich in das Nahetal hinab und erkalteten langsam. In diesen bildeten sich Hohlräume ("Mandeln"), in denen sich in Millionen von Jahren Mineralien wie Bergkristalle und Amethyste auskristallisierten. Besonders die Achate aus Idar-Oberstein sind wegen ihrer kräftigen Farben und schönen Bänderungen begehrte Steine, die schon von den alten Römern geschätzt wurden. Durch das reichliche Vorhandensein von Rohsteinen und die Wasserkraft der Bäche entwickelte sich bereits vor gut 500 Jahren der Berufsstand der Achatschleifer. Mitte des 19. Jahrhunderts wurden erstmals Achate aus Brasilien importiert und verdrängten langsam die einheimische Produktion. Schließlich lohnte sich der Abbau in Idar-Oberstein nicht mehr, so dass heute v.a. importierte Ware bearbeitet und verkauft wird. Mit etwas Glück kann man aber immer noch auf den Äckern und Feldern rund um Idar-Oberstein Achate finden.

Veranstaltungstipp:
Am 19.4.2009 von 9 bis 16 Uhr habe ich einen Stand auf der Mineralienbörse in Kirchbichl/Tirol im Restaurant "Strandbad".
Wenn gerade keine Mineralienbörse ist, kann man aber trotzdem bei mir Steine kaufen. Einfach einen Termin mit mir ausmachen und vorbeikommen.

         

    

 

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Stand: 3. September 2010